Verpackung adé –
jetzt wird unverpackt eingekauft

Einkaufen wie anno dazumal – offen und ohne Verpackung. Das geht auch heute noch: Im Unverpackt-Laden ist der Name Programm: Gemüse, Trockenfrüchte, Linsen, Mehl, Zucker, Honig, Putzmittel, Hygieneartikel und und und gibt’s ohne Verpackungsplastik. Der einfachste Weg um möglichst wenig Abfall zu produzieren? Klar, ihn gar nicht erst ins Haus bringen. Deshalb bringt in einem Unverpackt-Laden jeder seine eigenen Gefässe gleich selbst mit und befüllt diese individuell in der Wunschmenge. Abfall durch Verpackung und Foodwaste? Ist damit passé – genau damit treffen Unverpackt-Läden ins Schwarze. Bist du ein potenzieller Unverpackt-Gründer und auf bestem Weg zum eigenen Laden, aber noch ohne Kassensystem? Dann ist dieser Artikel genau das richtige für dich. Wir zeigen euch, wie ein Einkauf bei «Unverpackt Aarau» abläuft. Ausserdem hat das Team aus dem Nähkästchen geplaudert. Sie verraten zum Beispiel, welche Produkte besonders beliebt sind und was sie gleichgesinnten Gründern mit auf den Weg geben.

 

Vor dem unverpackten Einkauf: Planung ist das A und O

Was steht die nächsten Tage auf dem Menüplan? Welche Lebensmittel oder Haushaltsprodukte möchte ich kaufen oder auffüllen? Sobald der Einkaufszettel steht, werden die passenden Behälter für die Produkte herausgesucht. Baumwollbeutel, Gläser jeder Art und Grösse, Plastikbehälter, Tupperware, kurzum – man kann so gut wie alle sauberen Behälter aus dem eigenen Haushalt mit in den Unverpackt-Laden bringen. Und für alle, die vor kurzem all ihre Gläser entsorgt haben, kein Problem. Vor Ort gibt‘s in den meisten Läden passende Behälter zu kaufen.

 

So funktioniert dein Einkauf bei Unverpackt Aarau:

1 Behälter leer wiegen

Das Etikett das aus der Waage kommt, klebt ihr auf euren Behälter.

2 Behälter befüllen

Eine handvoll oder randvoll? Wie ihr wollt!

3 Behälter befüllt wiegen

Fertig? Die befüllten Behälter erneut wiegen. Anhand der Etikette wird das Eigengewicht automatisch abgezogen und das Warengewicht berechnet.

4 An die Kasse

Nur den Inhalt bezahlen.

 

Wir haken nach – 10 Fragen ans Team von Unverpackt Aarau:

Seit August 2017 wird an der Milchgasse 5 in Aarau unverpackt eingekauft. Im EG und wunderschönen Gewölbekeller gibt’s Allerlei zu entdecken, von Lebensmitteln, über Hygieneartikel, bis hin zu Putzmitteln. Frisches aus der Region wird jeweils am morgen angeliefert. Backwaren, die ein Bäcker aus der Nachbarschaft am Vortag nicht verkaufen konnte, kann man zum halben Preis ergattern. 100% verpackungsfrei? Klare Antwort: nein. Das gilt für die Anlieferung und den Verkauf. Hygieneauflagen schreiben beispielsweise vor, dass Zahnbürsten aus Bambus in einer Kartonhülle verpackt sein müssen. Ihre Mission beschreiben sie wie folgt: «Wir möchten die Gesellschaft zum Hinterfragen ihres Konsumverhaltens bewegen und beim Aktivwerden unterstützen. Das machen wir, indem wir unserer Kundschaft ein regionales, nachhaltiges, sozialverträgliches und verpackungsfreies Sortiment anbieten.»

Wie ist die Idee für Unverpackt Aarau entstanden?

Die Umwelt schonen, das Bewusstsein für Abfall in der Bevölkerung schärfen und regionale, saisonale Produkte in Bioqualität von Kleinproduzenten anbieten. Das waren die Wünsche einer umweltbewusster Gruppe in Aarau. Gesagt getan – es folgte die Gründung einer Genossenschaft als Trägerin von Unverpackt Aarau.

Welche Produkte werden bei euch besonders gern gekauft und was fehlt euch noch im Sortiment?

Im Segment Food vor allem Müesli, Trockenfrüchte, Nüsse, aber auch Frischprodukte, wie offene Milch oder Joghurt. Im Non-Food Bereich sind Reinigungsmittel, feste Shampoos, Deo’s und WC-Papier sehr begehrt. Unser Sortiment ist nie komplett. Jeder im Team hält ständig Ausschau nach neuen interessanten Produkten die unseren Anforderungen und Grundsätzen entsprechen. Ein unendlicher Prozess, der sehr viel Spass macht.

Wie wählt ihr eure Lieferanten aus?

Wir entscheiden uns nur für Zulieferer, die unsere Grundsätze vollumfänglich erfüllen. Die Lieferanten werden einzeln ausgewählt und kontaktiert. Diese Freiheit ist ein grosser Vorteil, zeitgleich aber mit viel Arbeit verbunden. Die Sortimentsbewirtschaftung ist eine Daueraufgabe, die sich aber lohnt und mit vielen Erfolgserlebnissen verbunden ist.

Mit welchen Vorurteilen habt ihr zu kämpfen?

Manche denken, bei uns einzukaufen wäre viel teurer als beim Grossverteiler. Da aber nur die Menge gekauft wird, die man effektiv benötigt, spart man oftmals Geld. Zudem gestalten wir unsere Preiskalkulation so, dass diese für Produzent und Kunde gleichermassen fair ist. Wir sind eine nicht gewinnorientierte Genossenschaft und verschreiben uns nicht dem Profit, sondern unserem Anliegen.

Was war seit der Gründung die grösste Überraschung?

Die breite Alterspalette unserer Kundschaft. Es kaufen auch viele ältere Personen bei uns ein. Sie erleben nostalgische Momente und fühlen sich in frühere Zeiten versetzt. Das unverpackte Einkaufen erinnere an den «Tante Emma» Laden von damals.

Welche Anforderungen muss ein Kassensystem in einem Unverpackt-Laden erfüllen?

Waagenanbindung

Der Einkauf erfolgt immer nach demselben Prinzip, Behälter mitbringen, Behälter wiegen, Behälter befüllen und dann? Wie den Inhalt ohne Behälter wiegen? Man benötigt eine Waage, die den Behälter leer wiegt. Bei uns wird in diesem Schritt ein Etikett erstellt. Dieses kann vor dem zweiten Wiegen einfach abgescannt werden. Der Behälter wird als Tara abgezogen und der Verkaufspreis des Produktes wird schnell und unkompliziert ermittelt.

EAN-Nummern

Das System muss EAN-Nummern von Lieferanten verwenden oder eigene erstellen können. Der Verkauf an der Kasse wird so rasch abgewickelt. Vor allem wenn der Laden voll ist, schätzen alle Beteiligten den effizienten Verkaufsprozess am Point of Sale.

Warenwirtschaft

Damit man die Lagerbestände und das Bestellwesen jederzeit im Griff hat ist ein Warenwirtschaftssystem Pflicht. Die Inventur muss schnell und einfach durchführbar sein.

Kundenverwaltung

Die Möglichkeit individuelle Konten zu verwalten und Kundenrechnungen zu stellen.

Ihr habt euch für Arcavis entschieden, was gab den Ausschlag?

Arcavis erfüllt all unsere Anforderungen. Durch den modularen Aufbau des Kassensystems kann sich ein Unternehmen schrittweise entwickeln. Arcavis wächst sozusagen mit. Je nach Bedarf besteht jederzeit die Möglichkeit sein Setup mit verschiedenen Modulen zu ergänzen.

Wie erleichtert Arcavis euren Arbeitsalltag?

Alle haben jederzeit den Überblick über die Lagerbestände. Arcavis generiert für uns automatisch Bestellvorschläge und informiert über den aktuellen Status der getätigten Bestellungen. Dank dem Rechnungsmodul werden Rechnungen direkt aus Arcavis erstellt und die Zahlungseingänge automatisch verbucht. Auch das Führen unserer Kundenkontos ist ganz einfach.

Jemand möchte einen Unverpackt-Laden eröffnen – was gebt ihr ihm mit auf den Weg?

Natürlich von der Idee überzeugt und begeistert sein, aber das reicht nicht. Bei der Eröffnung müssen ausreichend finanzielle Ressourcen vorhanden sein, um die laufenden Fixkosten und Wareneinkäufe zu finanzieren.

Zum Schluss ein Tipp, wie jeder von uns ab sofort Plastik im Alltag reduzieren kann?

Keine Plastiksäcke mehr verwenden. Nach Alternativen suchen, zum Beispiel mal ein festes Shampoo für die Haare verwenden oder mit einer normalen Seife duschen. Und natürlich unverpackt einkaufen.

 

Arcavis – optimal für den Einsatz in deinem Unverpackt-Laden

Mit einem klaren Konzept legst du den Grundstein für dein Unternehmen. Finanzplan, Marketing, SWOT-Analyse, Einrichtungsdesign, Buchhaltung, was soll ins Sortiment? Viele Fragen und viel Arbeit, das alles gehört zu dieser spannenden Reise dazu. Die Suche nach dem passenden Kassensystem muss da nicht noch zusätzlich Kopfzerbrechen verursachen. Mit Arcavis an deiner Seite, hast du die Kasse, die Kunden und das Lager jederzeit im Griff.

 

Einfach mal Testen? Hier geht’s zur kostenlosen Demoversion.

Fragen? Beantworten wir gern! Sie erreichen uns unter +49 (0)6542 96328340